So funktioniert Mieterstrom
Günstige Strompreise & Klimaschutz
Funktion der Solaranlage
Die Photovoltaikanlage ist auf dem Dach des Hauses installiert und wandelt Sonnenlicht in elektrischen Strom um. Selbst an bewölkten Tagen können moderne Anlagen auch das Tageslicht nutzen, um weiterhin einen gewissen Teil Solarstrom zu erzeugen. Anschließend wird dieser Strom direkt an die Mieter geliefert, ohne Umwege über das öffentliche Stromnetz. Der Stromzähler jedes Mieters erfasst dabei den tatsächlichen Verbrauch von Solar- und Reststrom.
Überschüssiger Strom fließt, sofern er gerade nicht im Haus verbraucht wird, in einen Batteriespeicher im Gebäude und steht zu einem späteren Zeitpunkt zur Verfügung. Reicht der PV-Strom einmal nicht aus, deckt der reguläre Netzstrom den fehlenden Bedarf automatisch. Dadurch ist die Versorgungssicherheit jederzeit gewährleistet.

Niedrigere Strompreise
Mieterstrom ist finanziell sehr vorteilhaft, denn die Stromkosten für Haushalte fallen oft deutlich geringer aus als bei normalem Netzstrom. Das liegt daran, dass bei lokal erzeugtem und direkt im Gebäude verbrauchtem Strom mehrere Preisbestandteile entfallen oder geringer ausfallen:
Die Grafiken zeigen eine Beispielrechnung und vergleichen die Stromkosten mit und ohne Mieterstrom.
Klimaschutz
Mieterstrom leistet einen unmittelbaren Beitrag zum Klimaschutz, da er konventionellen Netzstrom ersetzt und somit die CO₂-Emissionen reduziert.
Bei einem Mehrfamilienhaus mit 13 Wohneinheiten und einer Dachfläche mit 50 Solarmodulen entspricht das einer Einsparung von etwa acht Tonnen CO₂ pro Jahr. Selbst ein einziges Modul auf der Dachfläche bedeutet eine Einsparung von rund 160 kg CO₂ pro Jahr. Allerdings hängt die genaue Höhe dieser Einsparung von verschiedenen Faktoren, wie etwa dem Standort, der Dachausrichtung und der Sonneneinstrahlung ab.
Neben der Reduktion von CO₂-Emissionen sinkt auch die Abhängigkeit von fossilen Energieträgern. Die dezentrale Erzeugung entlastet zudem das öffentliche Stromnetz, verringert Übertragungsverluste und erhöht somit die Energieeffizienz.
Unabhängigkeit durch Batteriespeicher
In Wohngebäuden mit Mieterstrom speichern Batteriespeicher überschüssigen Solarstrom, sodass dieser auch in sonnenarmen Stunden zur Verfügung steht. In der Regel ist neben dem Batteriespeicher außerdem ein Wechselrichter verbaut, der wiederum den Energiefluss zwischen der PV-Anlage, dem Speicher und dem Hausnetz steuert. Der Batteriespeicher wird in Abhängigkeit zum Gebäude bestimmt.
Tagsüber lädt der Speicher den überschüssigen Solarstrom. Abends oder nachts können die Mieter die gespeicherte Energie bei Bedarf nutzen. Dadurch ergeben sich für die Mieter mehrere Vorteile:
Lokale und soziale Energiewende
Mieterstrom verwandelt Mehrfamilienhäuser in kleine, dezentrale Kraftwerke: Der Solarstrom wird dort erzeugt und verbraucht, wo er gebraucht wird. Mieterstrom nutzt das Potenzial ungenutzter Dachflächen und setzt damit ein starkes Signal für die urbane Energiewende.
Darüber hinaus können Mieter auch ohne eigene Solaranlage aktiv zum Klimaschutz beitragen und umweltbewusstes Wohnen fördern, indem sie Mieterstrom beziehen.
Gleichzeitig ist Mieterstrom ein niedrigschwelliges Angebot, das allen Menschen, unabhängig vom Einkommen, bezahlbaren und zugleich grünen Strom bietet. Interessierte können hier einen Mieterstromvertrag unverbindlich angefragen.